Von Spanien habe sie zwar etwas gesehen, von ihren Schuhen und dem Wanderstock jedoch mehr. Dieser Erkenntnis fügt die Baronesse die Beobachtung hinzu, dass das Leben in Spanien zeitversetzt am Pilgerleben entlang verläuft.
Spanier stehen später auf als die Pilger, die sich früh auf den Weg machen, um am nächsten Ort ein Bett zu erhaschen und der Hitze zu entgehen. Spanier gehen abends aus, wenn die Temperaturen am angenehmsten sind, während die Pilger vor Toresschluss um 22 Uhr im Bett sein müssen.
Selbst das gute spanische Essen bleibt den Pilger vorenthalten. Abends wird es nach dem kargeren und fettigeren Pilgermahl serviert; mittags oder nachmittags sind die Restaurants nicht auf lokale oder durchziehende Gourmets eingestellt.
Die Pilger erhalten ein falsches Bild von Spanien und Spaniern, befürchtet sie. Der Jakobsweg und die Realität entfalten sich in verschiedenen Universen.
Wer sich selbst sucht, kann sich vielleicht auf dem Jakobsweg finden. Wer sich bereits aufgelesen hat und Land und Leute sucht, kann dem Pilgerstil aus dem Weg gehen, folgert die Baronesse.