Der gregorianische Klosterchor in Samos tat gut. Zeit zum Denken. Pause unter kühlem Stein.
Wie ein Wunder erscheint es den Damen, dass sie beeinander geblieben sind. Viele Gruppen fallen auseinander. Die unterschiedliche Stimmung, das verschiedene Temperament, das abweichende Tempo. Morgenmüdigkeit bei den einen, Mittagsschwäche bei der anderen.
Sie haben die italienische Bürokratin verloren. Ein Jahr gemeinsamer Vorbereitung hat sie nicht auf die schmerzhafte Trennung vorbereitet. Es ging nur um einen kurzen Vorstoß mit dem Bus, etwas Zeitgewinn. Die Bürokratin weigerte sich. Sie haben von ihr keine Spur mehr gefunden.
Andere Gruppen trennen sich. Jeder schummelt. Einer gibt auf, kehrt um – und ein Zeichen des Weges ändert seine Meinung! Ein Tag mit dem Bus; zwei Nächte im Hotel statt der Herberge; Rast und Erholung. Der Körper kann wieder und fügt sich dem Geist und Willen. Santiago rückt – grausam langsam – näher.
Die Damen nehmen sich noch die Strecke nach Sarria vor. Der schwerste Teil der Bergmassivs liegt hinter ihnen. Bergab ist nicht immer einfach als bergauf. Doch hier erscheint der Baronesse der Pilgerpfad wie ein Wanderweg durch ein sanftes Mittelgebirge.